Zeitarbeit ist kein Ausverkauf

"Lex Schlecker", Mindestlohn und Marktbereinigung: Die Zeitarbeitsbranche ist nicht nur wegen der Wirtschaftskrise im Umbruch - Ende und Ergebnisse offen

Gewerkschafter, Betriebsräte und Arbeitnehmer feiern den Triumph über den Drogerieriesen Schlecker. „Gehalt verdoppelt: Revolution bei Schlecker“ – so und ähnlich lauteten die Schlagzeilen am Morgen des 3. Juni. In der Nacht davor hatten sich Vertreter der Drogeriekette (sie hatte mit einer hausinternen Verleihfirma den Lohn von Mitarbeitern in neuen Filialen erheblich gedrückt) und Gewerkschafter darauf geeinigt, dass die Zeitarbeit bei Schlecker so gut wie abgeschafft wird. Bundesweit – also auch in den Niedriglohn-Gebieten Ostdeutschlands – sollen die Beschäftigten künftig nach dem Tarifvertrag Baden-Württembergs bezahlt werden und bekommen fast das Doppelte des früheren Lohns, rund 12,30 Euro pro Stunde. Doch so schnell wird der Discounter sein mieses Image nicht los: In einem Leserkommentar auf diese Nachricht heißt es nur: „Dem Schlecker wird schon was einfallen, wie er seine Kosten wieder reinkriegt...“....

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